Monthly Archives: April 2010

Jane Austen – Verführung (Persuasion)

Jane Austen: Verführung (Persuasion)

Ein Spätwerk von Jane Austen mit leisen Untertönen und Kritik am Gesellschaftsgehabe. Die Heldin Anne, mit 27 Jahren für die damalige Zeit fast schon eine alte Jungfer, lehnte den Heiratsantrag ihrer großen Liebe auf Anraten von Verwandten und Freunden ab, denn Kapitän Wentworth hatte leider außer gutem Aussehen weder Geld noch gesellschaftlichen Rang. Nach 8 Jahren ist Anne noch unverheiratet und wird nach Strich und Faden von Ihrer eigensüchtigen Familie ausgenutzt. Sie läßt es geschehen, rackert sich immer für alle ab, steht sofort zurück wenn jemand etwas will und wird im Geheimen immer unglücklicher.

Da kommt Kapitän Wentworth plötzlich zurück und hat inzwischen ein Vermögen gemacht, wobei er nun entsprechend umschwirrt wird. Anne traut sich kaum einen Blick auf ihn zu werfen und ihr wird klar, daß sie als alte Jungfer sterben wird, denn ihre Liebe ist nicht erloschen.

Nach einigen Verwicklungen, wobei die Handlung sehr ruhig dahin fließt – außer einem übermütigen Sprung von einer Mauer, passiert eigentlich gar nichts – faßt er sich ans Herz und stellt ihr die entscheidende Frage noch einmal. Da sie eine kluge Frau geworden ist und den gleichen Fehler nicht wiederholt, heiraten die beiden und werden unermeßlich glücklich.

Erstaunlich ist, daß obwohl keine Handlung vorhanden ist, Annes Gefühlswelt und Beschreibungen der Gesellschaft sehr viel Abwechslung bieten. Trotz des vorhersehbaren Ausgangs ist das Buch ziemlich spannend und unterhaltsam.

Es gibt auch eine sehr schöne, werktreue Verfilmung, die schon mehrfach im Fernsehen lief.

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Pullman Philip – Der goldene Kompaß, Das magische Messer, Das Bernstein Teleskop

Pullman Philip: Der Goldene Kompass, Das Magische Messer, Das Bernstein-Teleskop: Alle 3 Bände im Taschenbuchschuber

Wenn man einmal mit dem Lesen anfängt, wird man kaum aufhören können, bis die letzte der über 1300 Seiten durch sind. Wenn man den Film Der goldene Kompass gesehen hat, will man vieles besser verstehen und greift erst recht zum Buch.

Die Bücher bauen aufeinander auf und obwohl in den beiden ersten Bänden viele Geheimnisse gelüftet werden, so spart sich Philip Pullman die fantastisch-traurige Auflösung bis zum Schluß auf.

Der goldene Kompaß beginnt geheimnisvoll in einem Paralleluniversum, das dem unseren ähnelt und doch in der Ausprägung ziemlich verschieden ist.

Die junge Weise und Heldin Lyra wächst in einem Oxford College auf. Die Umgebung, Verhalten der Menschen, deren Kultur, usw. sind sehr vertraut und erinnern an ein relativ aufgeklärtes Mittelalter. Relativ aufgeklärt ist der springende Punkt, der die Geschichte überhaupt erst möglich macht. Warum sollte es denn in einem Paralleluniversum mit der Meinungsfreiheit besser bestellt sein als bei uns? Genau wie bei uns, werden auch hier das freie Denken verfolgt und die Verbreitung von unliebsamen Erkenntnissen wird durch eine Art kirchlicher Organisation massiv behindert.

Lyra hört aber vor allem auf ihren eigenen Kopf, bzw. ihren Daemon Pantalaimon. Sie findet immer wieder Hilfe bei Menschen, die meist ein wenig außerhalb der Gesellschaft stehen, sprechenden Tieren und Hexen.
Sie zieht nach Norden, beweist viel Mut und einen klaren Kopf, wobei ihr das Alethiometer (Ein kompliziertes Gerät, eben der goldene Kompaß, das auf alle Fragen eine Antwort hat, wenn man es zu lesen versteht.) sehr gute Dienste leistet.

Das Buch geht noch ein wenig weiter als der Film und deutet an, daß im nächsten Teil, weitere Universen eine wichtige Rolle spielen werden.

Das magische Messer fängt in unserem Oxford mit einem Jungen an, der viele Probleme am Hals hat. Will ist ebenfalls etwa 12 Jahre alt und möchte sich gerne besser um seine Mutter kümmern. Sein Vater ist verschwunden und Will macht sich auf, ihn zu suchen.

Nach seiner Flucht begegnet er Lyra und die beiden schließen Freundschaft. Sie trotzen sehr vielen Gefahren und Will erobert im Kampf das magische Messer, mit dessen Hilfe sie zwischen den Universen wechseln können.

Mary ist eine Physikerin, die früher eine Nonne war und an der Teilchenphysik arbeitet. Sie hilft Lyra, muß aber selbst verschwinden.

Will findet am Ende seinen Vater, verliert ihn aber gleich wieder. In diesem Zusammenhang sind einige wunderbare Szenen über Freundschaft, Treue, gegenseitige Hilfe, usw. beschrieben, wobei sich Pullman nicht scheut, auch wichtige Charaktere sterben zu lassen. Hier kommen dem Leser garantiert Tränen, sofern er dafür anfällig ist.

Weitere fantastische Gestalten wie Engel und Gespenster tauchen auf. Um die Namen zu verstehen, braucht man gelegentlich schon weitreichende Sprachkenntnisse, denn Pullman erklärt nicht alles. Bnei Elim bedeutet jedenfalls auf Hebräisch die Söhne Gottes, oder auch Söhne der Götter und Baruch heißt ebenfalls auf Hebräisch gesegnet.

Das Bernstein Teleskop beschreibt lange, was Mary nach ihrer Flucht tut. Sie findet sich in einem Land wieder, das stark an Gullivers Reisen zu den Pferden erinnert. Sie lernt ebenfalls ihre Sprache und erlebt einen recht glücklichen Lebensabschnitt bei ihnen.

Derweil ziehen Lyra mit Will in die Unterwelt, das sehr starke Anleihen bei Milton und Dante macht. Um hinzukommen, müssen sich die beiden von ihren Daemonen trennen, was sie letztendlich stärkt, obwohl es lange ungeheuer schmerzhaft ist. Ja, Selbsterkenntnis beim Erwachsennenwerden kann ganz schön weh tun.
Lyra und Will lösen die selbstgestellte Aufgabe mit letzter Kraft und verhelfen vielen Unglücklichen zu einem friedlichen Ende.

Lyras Eltern tun sich im letzten Moment zusammen und ermöglichen erst dadurch, den Sieg ihrer Tochter.
Wir treffen auf Gott, dessen Darstellung bei der Kirche garantiert nicht auf Gegenliebe stößt, so wie die ganze Trilogie von der Kirche vermutlich als subversiv angesehen wird. Wie war es mit der Meinungsfreiheit?

Das Ende ist sicher nicht jedermanns Sache, denn obwohl Lyra und Will siegen, müssen Sie dennoch ein großes persönliches Opfer bringen. Es ist kein reines Happy End, deshalb jedoch recht realistisch.

Fazit: Die Trilogie liest sich sehr schön, ist extrem unterhaltsam bis äußerst spannend und es regt zum nachdenken an, was am besten ist. Der erste Film ist nett anzuschauen, überaus unterhaltsam und sehr viel oberflächlicher.

Kürzlich las ich, daß es keine Fortsetzung nach dem ersten Film geben soll, weil kirchliche und religiöse Organisationen dagegen wetterten und wohl immer noch eine sehr starke Lobby haben. Dies ist für mich – im 21. Jahrhundert – vollkommen unbegreiflich, zumal die Kirche eigentlich erst in ihrem eigenen Hinterhof aufräumen sollte.

Birdhouse at the Hochleite – Vogelhäuschen an der Hochleite

Since the Hochleite is just in front of my nose I go there pretty often for a nice walk. There are many birdhouses all over and interestingly they are numbered. The numbering is likely just for some bureaucratic reason; to me however, it looks like door numbers. Walking around I wonder how does the bird mail function and imagine a small bird like a blue tit in dark blue coat with a heavy purse full of letters flying from one birdhouse to another :).

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Da die Hochleite direkt vor meiner Nase liegt, gehe ich dort öfters spazieren. Überall gibt es da numerierte Vogelhäuschen, was vermutlich irgendeinen bürokratischen Grund hat. Mir erscheinen diese Nummern jedoch wie Hausnummern. Beim spazierengehen frage ich mich oft wie die Vogelpost funktionieren mag. Ich stelle mir einen kleinen Vogel, wie z.B. eine Blaumeise vor, die einen schweren blauen Mantel und eine Umhängetasche voller Briefe trägt und diese mühsam vom Vogelhäuschen zu Vogelhäuschen wuchtet :).

3) Where is that cat? – Wo ist denn die Katze?

Still looking for your cat? She may be stretching out on a rug anywhere. However, she’ll be preferably in a cat bed or on your spread on the sofa.

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Sie suchen noch immer Ihre Katze? Sie kann sich auf jedem Ihrer Teppiche gemütlich ausstrecken. Jedoch finden Sie sie eher in einer Katzenmulde, oder bevorzugt auf Ihrer Decke auf der Couch.

2) Where is that cat? – Wo ist denn die Katze?

Still looking for your cat? If you have several cat trees as most cat lovers do, you’ll have to check all of them. They can be both on and in one of the trees or separately sleeping or watching you with interest on top of a cat tree.

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Sie suchen noch immer Ihre Katze? Wenn Sie mehrere Kratzbäume – wie die meisten Katzenliebhaber – haben, so müssen Sie sie alle checken. Sie können im und auf einem gleichzeitig sein, oder getrennt schlafend oder Sie mit Interesse betrachtend von der oberen Schlafmulde aus.

1) Where is that cat? – Wo ist denn die Katze?

Your cat knows your house better than you do. I’m taking bets on this, speaking from experience. Especially she knows where to hide best and where is the best place to relax. Actually the latter one varies, considerably so. There is no real recipe how to find a cat if she prefers not to be found.

Since I’m writing some cat stories which involve also “best places” I decided to give some examples, based of course on my two feline beauties Dany & Snowflake, both female.

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I will start with the most obvious places.

1) The cat tree, where they may be both – occasionally.


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Ihre Katze kennt ihr Haus besser als Sie es tun. Darauf wette ich, denn ich spreche aus Erfahrung. Am besten weiß sie wo sie sich verstecken kann und wo entspannt katz am besten. Allerdings verändert sich der beste Platz fortwährend. Es gibt kein echtes Rezept eine Katze zu finden, die nicht gefunden werden will.

Da ich zur Zeit an Katzengeschichten schreibe, wo es auch um den „besten Platz“ geht, beschloß ich einige Beispiele zu geben, die sich natürlich auf meine zwei Schönheiten Dany und Schneeflocke, beide Mädchen stützen. Ich fange mit den offensichtlichen Plätzen an.

1) Der Kratzbaum, wo man gelegentlich auch beide auf einmal antrifft.

More squirrels – Noch mehr Eichhörnchen

For comparison to the Munich squirrels from yesterday I met several American squirrels in the New York Central Park on a beautiful September day. They were very busy with feeding allowing me quite narrow approach. They look a bit different, don’t they?


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Zum Vergleich zu den Münchner Eichhörnchen, die ich gestern beschrieben habe, traf ich noch einige Amerikanische Eichhörnchen im Central Park von New York an einem herrlichen September Tag. Sie waren so mit fressen beschäftigt, daß ich sehr nahe rankonnte. Ein wenig anders sehen so doch aus, nicht wahr?
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